MDR AKTUELL - Meldungen um 07:30 Uhr

13. April 2024, 07:35 Uhr


Biden warnt vor iranischem Angriff auf Israel

US-Präsident Joe Biden hat vor einem baldigen iranischen Angriff auf Israel gewarnt. Er sagte zu Reportern, seiner Erwartung nach stehe der Angriff eher früher als später bevor. Er wolle sich aber nicht zu Geheimdienstinformationen äußern. Das Auswärtige Amt in Berlin hat deutsche Staatsangehörige im Iran aufgefordert, das Land zu verlassen. Die Behörde warnte zudem vor Reisen in den Iran. Es bestehe die Gefahr einer plötzlichen Eskalation. Die Sicherheitslage könne sich schnell und ohne Vorwarnung verschlechtern. Hintergrund ist ein mutmaßlich israelischer Angriff auf ein iranisches Botschaftsgelände in Syrien. Die Führung in Teheran hat Vergeltung angekündigt.


Willingmann begrüßt geplantes Wasserstoffnetz-Gesetz

Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann hat den Beschluss des Bundestags zum Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes begrüßt. Willingmann sagte dem MDR, Wasserstoff könne als klimafreundlicher Rohstoff und Energieträger genutzt werden. Das mache ihn für die Chemie- und Metallindustrie oder für die Mineralölverarbeitung wertvoll. Die Landesregierung wolle erreichen, dass Sachsen-Anhalt beim Ausbau von grünem Wasserstoff eine Vorreiterrolle einnehme. Das Netz soll über knapp 10.000 Kilometer lange Leitungen verfügen. Angeschlossen werden Industriezentren oder Kraftwerke. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen.


Mehr Senioren nutzen Angebot der Tafeln

Immer mehr Senioren in Deutschland sind auf die Versorgung durch Lebensmittel-Tafeln angewiesen. Der Vorsitzende der Tafel Deutschland, Andreas Steppuhn, sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, mittlerweile sei ein Viertel der Personen, die zur Tafel kämen, in Rente. Der Gang zur Tafel sei für viele eine Möglichkeit Kosten zu sparen. Auch Rentenerhöhungen hätten daran nichts geändert. Steppuhn warnte, angesichts hoher Mieten, Energie- und Lebensmittelpreise sei zu erwarten, dass die Zahl weiter steige, insbesondere in Ostdeutschland. Schon jetzt hätten viele Tafeln eine Warteliste und müssten temporäre Aufnahmestopps verhängen.


Übergangsrat in Haiti eingesetzt

Im Karibikstaat Haiti ist ein Übergangsrat eingesetzt worden. Ein entsprechendes Dekret erschien im Amtsblatt. Demnach soll der Rat einen Ministerpräsidenten ernennen sowie eine Regierung, in der die verschiedenen politischen Gruppierungen Haitis vertreten sind. Die Amtseinführung müsse spätestens bis Februar 2026 geschehen. Haiti leidet unter einer massiven Welle von Bandengewalt. Kriminelle Gangs kontrollieren weite Teile des Landes. Die humanitäre Lage in dem verarmten Karibikstaat hatte sich in den vergangenen Wochen zusehends verschlechtert.


Modeschöpfer Roberto Cavalli ist tot

Der italienische Modeschöpfer Roberto Cavalli ist tot. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, starb er im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit. Er sei zu Hause in Florenz eingeschlafen. Cavalli war vor allem mit Kreationen in Tierfell-Optik weltbekannt geworden. Viele Prominente trugen seine Kleider. Eine der ersten Kundinnen Cavallis war die Schauspielerin Brigitte Bardot.