MDR AKTUELL - Meldungen um 21:30 Uhr


Weltweit mehr als 30.000 Corona-Tote

Weltweit sind mehr als 30.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Fast 650.000 Menschen weltweit sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in den USA nachweislich mit dem Virus infiziert. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. In Europa sind Italien und Spanien besonders schwer von der Pandemie betroffen. In Italien stieg die Zahl der Todesfälle heute auf über 10.000. Die Regierung verschärfte erneut die Einreisebestimmungen. Jeder der einreist, muss sich bei den Gesundheitsämtern melden und 14 Tage in Quarantäne. Spanien schließt für zwei Wochen alle Unternehmen, die nicht lebenswichtig sind. Das teilte Ministerpräsident Sánchez am Abend mit. Zudem kündigte er eine weitere Verschärfung der Ausgangssperre an.


Gabriel fordert mehr Hilfe für Italien und Spanien

Der frühere SPD-Chef Gabriel hat in der Corona-Krise zu mehr Hilfe für Italien und Spanien aufgerufen. Gabriel sagte der "Bild"-Zeitung, dafür sollte Deutschland auch höhere Schulden in Kauf nehmen. Ein Teil des Geldes könne dann als Wirtschaftshilfe für die besonders schwer betroffenen Länder bereit gestellt werden. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass Europa auseinanderfalle. Der SPD-Politiker befürwortete auch gemeinsame EU-Anleihen - sogenannte Eurobonds. Diese werden von mehreren EU-Staaten abgelehnt, darunter von Deutschland.


Corona-Pandemie: Russland verschärft Vorschriften

Russland hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie in der Hauptstadt Moskau alle Einkaufszentren, Restaurants und größeren Parks geschlossen. Das gilt für mindestens eine Woche. Am Montag werden alle Grenzübergänge für Fahrzeuge und Fußgänger gesperrt. Auch Flüge und Zugverbindungen ins Ausland werden gestrichen. Zudem sollen alle Beschäftigten in einen siebentägigen Zwangsurlaub geschickt werden. - In Russland gibt es noch vergleichsweise wenige Corona-Fälle, aber die Zahl steigt rasant. Offiziell wurden bisher rund 1.260 Infizierte gemeldet.


Millionenschaden durch Pflegebetrug

Durch organisierten Betrug in der ambulanten Pflege entstehen laut Medieninformationen jährlich Schäden von bis zu 600 Millionen Euro. Wie der Bayerische Rundfunk und die "Welt am Sonntag" berichten, laufen bundesweit mehrere hundert Ermittlungsverfahren. Hinter den Verdächtigen stünden oft russische oder südosteuropäische Geschäftsführer. Die Pflegedienste stellten Leistungen in Rechnung, die nicht erbracht würden. Dabei arbeiteten sie unter anderem mit Ärzten zusammen, die falsche Atteste ausstellten. Die Ermittler befürchteten, dass die Zahl der Betrugsfälle weiter steigt. Wegen der Corona-Krise seien die regelmäßigen Kontrollen bei Pflegebedürftigen bis September ausgesetzt.


"Earth Hour" - Licht aus für den Klimaschutz

In vielen deutschen Städten sind die Lichter an öffentlichen Gebäuden für eine Stunde ausgegangen. Mit der " Earth Hour" soll weltweit ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt werden. Nach Angaben der Umweltstiftung WWF beteiligen sich in Deutschland mindestens 360 Städte, darunter Magdeburg, Erfurt und Leipzig. Die Aktion gibt es seit 2007. Dabei wird um 20.30 Uhr Ortszeit die Beleuchtung von tausenden öffentlichen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten ausgeschaltet. Auch Millionen privater Unternehmen und Haushalte verzichten für eine Stunde auf elektrisches Licht.

Zuletzt aktualisiert: 28. März 2020, 21:31 Uhr