MDR AKTUELL - Meldungen um 18:30 Uhr


Evakuierungen wegen neuer Regenfälle im Ahrtal

Wegen neuer Regenfälle haben die rheinland-pfälzischen Behörden Einwohner und Helfer aufgerufen, das Ahrtal umgehend zu verlassen. Die Katastrophenschutzbehörde des Landes stellte für die Evakuierung Shuttlebusse bereit. Den Angaben zufolge ist zwar kein neues Hochwasser der Ahr zu erwarten. Allerdings könne es in den bereits verwüsteten Ortschaften zu Überschwemmungen durch Oberflächenwasser kommen. Laut dem Deutschen Wetterdienst ist am Nachmittag und Abend im Ahrtal, in der Eifel und in Westfalen mit heftigen Gewittern zu rechnen, die Starkregen und Sturmböen mit sich bringen können. Auch am Alpenrand in Bayern gelten Warnungen des DWD vor Unwettern. Dort seien Sturzfluten möglich.


Kurorte in Deutschland als neues Welterbe ausgezeichnet

Die Unesco hat die drei deutschen Kurorte Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen als Welterbe ausgezeichnet. Sie werden zusammen mit acht anderen europäischen Kurorten als "Große Bäder Europas" in die Welterbe-Liste aufgenommen. Das zuständige Komitee der UN-Kulturorganisation traf die Entscheidung auf seiner Jahrestagung im chinesischen Fuzhou . Die "Großen Bäder Europas" sind Kurorte, die vom späten 18. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert internationale Bedeutung erlangten. Alle besitzen natürliche Thermalquellen und historische Kurbauten. Die Unesco nahm zudem das Jugendstilensemble auf der Darmstädter Mathildenhöhe in die Welterbeliste auf. Die frühere Künstlerkolonie war von 1901 bis 1914 eines der wichtigsten Zentren moderner Kunst und Architektur in Europa.


Wassermangel: Demonstranten tragen Holzboote über den Huy

Um auf das Problem der Wasserknappheit aufmerksam zu machen, haben Demonstranten rund 30 hölzerne Paddelboote durch das Harzvorland getragen. Unter dem Motto "Keine Handbreit Wasser" brachten bis zu 80 Freiwillige die Boote über den Höhenzug Huy bei Halberstadt. Mit der Wanderung wollten die Initiatoren auf die weltweit sinkenden Grundwasserspiegel hinweisen. Knapp 15 Kilometer legten die Teilnehmer mit den je rund 12 Kilo schweren Booten auf den Schultern in drei Etappen zurück. Am Zielort Huy-Neinstedt sollen die Boote ab Ende August in einer Ausstellung gezeigt werden.


Nächtliche Ausgangssperre in Afghanistan

Die afghanische Regierung hat über weite Teile des Landes eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Das Innenministerium in Kabul verwies zur Begründung auf die schweren Kämpfe mit den Taliban. Man wolle die Bewegungsfreiheit der Islamistern einschränken und die Gewalt eindämmen. Parallel zum Abzug der Nato-Truppen hatten die Taliban in den vergangenen Monaten große Teile Afghanistans zurückerobert. Die Regierungsarmee kontrolliert nur noch wenige Gebiete, so die Region um die Hauptstadt Kabul.


Einige britische Städte müssen weiter EU-Flagge zeigen

Trotz des Brexits ist es Großbritannien noch nicht gelungen, alle EU-Flaggen zu verbannen. Wie die Zeitung "Independent" berichtet, müssen einige Städte und Gemeinden auf Werbeplakaten und Flyern weiterhin die blaue Fahne mit dem Kreis goldener Sterne zeigen. Grund sei, dass diese Kommunen weiterhin Geld aus dem Corona-Hilfsfonds der EU bekämen. Damit verbunden sei die Auflage, in offiziellen Veröffentlichung die Herkunft der Zuschüsse zu erwähnen und dazu das EU-Logo abzubilden. Laut dem Austrittsabkommen zwischen Brüssel und London hat Großbritannien grundsätzlich noch bis 2023 Anspruch auf die Coronahilfen.

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