MDR AKTUELL - Meldungen um 14:30 Uhr


Lindner wirbt bei FDP-Delegierten für Koalitionsvertrag

Auf einem FDP-Sonderparteitag hat Parteichef Lindner für die Zustimmung zum Ampel-Koalitionsvertrag geworben. Lindner sagte, die FDP wolle den Liberalismus zu neuen Erfolgen führen. In dem mit SPD und Grüne ausgehandelten Vertrag habe deshalb die Selbstbestimmung des Individuums einen besonderen Stellenwert. Ziel der Liberalen sei, durch beste Bildung dafür zu sorgen, dass nicht mehr die Herkunft den Lebensweg bestimme. Außerdem wolle man den Sozialstaat so modernisieren, dass kein Schicksalsschlag in die Sackgasse führe. Für die FDP gehe es auch darum, die Chancen des Technologie-Standorts Deutschlands zu verbessern und mit der Wirtschaft den Wandel zu gestalten. - Am Nachmittag wollen die Delegierten online über den Koalitionsvertrag abstimmen.


Ärzte in Sachen-Anhalt kritisieren Impfstoff-Quotierung

Die Kassenärztliche Vereinigung in Sachsen-Anhalt hat die Quotierung der Corona-Impfstoffe krisitiert. Vorstandschef Böhme erklärte, der Bund bremse die Impfkampagne aus. Die Praxen benötigen Planungssicherheit zur Liefermenge. Ärzte bekämen weniger Impfstoff als bestellt und müssten deshalb Termine verschieben und Patienten vertrösten. Das sorge für Frust auf beiden Seiten. Die Kürzungen beim Präparat von Biontech führten dazu, dass zum Teil nicht einmal die Zweitimpfungen oder die Boosterimpfungen bei den unter 30-Jährigen möglich seien. Laut Ärzteverband wurden in den vergangenen sechs Tagen trotzdem in den Praxen in Sachsen-Anhalt fast 100.600 Impfungen verabreicht - so viele wie noch nie innerhalb einer Woche.


Dobrindt kritisiert Wissings Rat zu Reiseverzicht

CSU-Landesgruppenchef Dobrindt hat den Aufruf des designierten Verkehrsministers Wissing zum weihnachtlichen Reiseverzicht zurückgewiesen. Dobrindt sagte der "Augsburger Allgemeinen", es gebe keine Reise-Verbote innerhalb oder außerhalb Deutschlands. Unter Beachtung der Corona-Regeln sei Reisen möglich. Wissing hatte in der "Bild am Sonntag" an die Bundesbürger appelliert, zu Weihnachten möglichst zu Hause zu bleiben. In der aktuellen Situation seien Kontaktbeschränkungen auch im privaten Bereich wichtig. Der Winter 2021 werde dramatischer als der vergangene Winter.


Papst trifft Migranten auf Lesbos

Papst Franziskus ist auf der griechischen Insel Lesbos mit Migranten zusammengetroffen. Dabei kritisierte das Kirchenoberhaupt die Gleichgültigkeit von EU-Regierungen gegenüber dem Schicksal der Flüchtlinge. Das Mittelmeer werde zum kalten Friedhof ohne Grabsteine. Zuvor war Franziskus demonstrativ aus seinem Auto ausgestiegen und hatte vielen Migranten die Hand geschüttelt. - Es ist der zweite Besuch des Papstes auf Lesbos. Franziskus hatte dort bereits 2016 im abgebrannten Lager Moria mit Migranten gesprochen.


Mehr als 100 Tote bei Angriff auf Militärbasis in Niger

Im westafrikanischen Krisenstaat Niger sind bei einer Attacke mutmaßlicher Rebellen auf eine Militärbasis mehr als 100 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Armee kamen 79 Angreifer und 29 Soldaten ums Leben. Die Angreifer seien mit hunderten Motorrädern auf den internationalen Militärstützpunkt zugerast. Dabei habe es sich um eine Basis der G5-Staaten gehandelt. In dem Bündnis haben sich die Sahel-Länder Mauretanien, Niger, Tschad, Mali und Burkina Faso zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, den grenzüberschreitenden islamistischen Terror zu bekämpfen.

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