MDR AKTUELL - Meldungen um 20:30 Uhr


THW-Rettungsteam im türkischen Katastrophengebiet eingetroffen

Nach den verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien treffen immer mehr Helfer aus aller Welt im Katastrophengebiet ein. Aus Deutschland kam ein erstes Team des Technischen Hilfswerks in der Provinz Hatay an. Es handelt sich um 50 Spezialisten für die Ortung und Rettung von Verschütteten. An Bord des Charterfliegers befanden sich auch 16 Tonnen Technik und Ausrüstungen. Auch Thüringen schnürte ein erstes Hilfspaket für die Erdbebenopfer. Laut dem Innenministerium in Erfurt wurden zunächst 14 beheizbare Zelte sowie 500 Feldbetten mit Decken und Kissen bereitgestellt. Sie könnten jederzeit abgerufen werden. Die Landeskirchen in Anhalt und Sachsen begannen mit der Sammlung von Spenden. Die erste Lieferung mit Hilfsgütern soll nächste Woche abgeschickt werden.


Briten stellen Ukraine Kampfjets in Aussicht

Großbritannien hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Lieferung von Kampfjets in Aussicht gestellt. Ein Sprecher von Premierminister Rishi Sunak sagte nach einem Überraschungsbesuch von Selenskyj in London, das Verteidigungsministerium sei angewiesen worden, die Verfügbarkeit von Kampfjets zu prüfen. Es handle sich aber um eine langfristige Lösung. Zunächst sollten ukrainische Piloten in Großbritannien an modernen Nato-Flugzeugen ausgebildet werden. Selenskyj hatte in einer Rede vor dem britischen Parlament um weitere Waffenlieferungen für sein Land gebeten. - Noch heute Abend wird Selenskyj in Paris erwartet, wo ein Dreiergipfel mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Bundeskanzler Olaf Scholz geplant ist.


Kretschmer: Bahnausbau nach Polen zu langsam

Sachsen und Brandenburg haben dem Bund vorgeworfen, beim Ausbau schneller Bahnverbindungen nach Polen zu zögerlich zu sein. Der sächsische Ministerpräsident Kretschmer sagte nach einem deutsch-polnischen "Bahn-Gipfel" in Potsdam, es müsse jetzt endlich losgehen. Konkret gehe es um den Plan für eine Schnellzug-Verbindung Berlin-Cottbus-Görlitz-Breslau. Dazu seien Vereinbarungen mit der Vorgängerregierung in Berlin getroffen worden. Bis jetzt sei aber nichts passiert. Auch Brandenburgs Regierungschef Woidke forderte den Bund zu deutlich mehr Tempo auf. - Die Deutsche Bahn kündigte an, dass zwischen Berlin und einigen polnischen Städten künftig mehr Fernzüge fahren sollen.


Insolvenzverwalter: Gotha Druck produziert weiter

Das in Schieflage geratene Unternehmen Gotha Druck soll weitergeführt werden. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Rolf Rombach in Erfurt mit. Mit einem wichtigen Kunden gebe es dazu erste Gespräche. Der Geschäftsbetrieb laufe derzeit in vollem Umfang weiter. Im Vordergrund stehe, die Löhne und Gehälter für die rund 230 Beschäftigten zu sichern. Das Unternehmen besteht laut Rombach seit 1991. Gedruckt würden Zeitschriften, Beilagen, Prospekte und Broschüren. Die Auflagen gingen bei einigen Produkten in den Millionenbereich. - Gestern war bekannt geworden, dass der Betrieb Insolvenz angemeldet hat.


Schüsse in Dresden - Fahndung läuft

In der Innenstadt in Dresden haben Schüsse einen mehrstündigen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die sächsische Polizei am Abend mitteilte, wurden mehrere Schüsse in die Luft abgegeben, eine Gefährdung von Menschen habe nicht bestanden. Ein Zeuge habe die Beamten informiert. Nach ersten Ermittlungen wurde eine Schreckschusswaffe benutzt. Darauf deuten Patronenhülsen hin. Nach dem unbekannten Schützen wird nun gefahndet. Ermittelt wird wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.