MDR AKTUELL - Meldungen um 18:00 Uhr


Länder-Minister für Nachbesserungen bei Corona-Regeln

Die Gesundheitsminister mehrerer Länder fordern Nachbesserungen an den Corona-Regeln für den Herbst. Vor der Schaltkonferenz mit Bundesgesundheitsminister Lauterbach sagte Bayerns Ressortchef Holetschek, unter anderem müsse über die vorgesehenen Ausnahmen gesprochen werden. Dabei gehe es etwa um den Plan, Menschen von Maskenpflichten in Restaurants oder bei Kultur- und Sportveranstaltungen zu befreien, wenn ihre Impfung nicht älter als drei Monate sei. Holetschek sagte, das sei fachlich nicht zu rechtfertigen. Ähnlich äußerte sich Niedersachsens Regierungschef Weil. Seine Gesundheitsministerin Behrens forderte zudem, zu klären, welche Kriterien für weitergehende Corona-Maßnahmen gelten sollen. - Die Schaltkonferenz hat inzwischen begonnen.


Umstrittener Messe-Chefaufseher Wolf legt Amt nieder

Der Aufsichtsratschef der Messe Berlin, Wolf, legt sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. Er war in der RBB-Affäre in die Kritik geraten. Über den Schritt informierte heute ein Sprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft. Wolf wolle mit seiner Entscheidung einen möglichen Schaden zu Lasten der Messe Berlin GmbH vermeiden. Wolf ist neben seiner Position im Messe-Aufsichtsrat auch der Vorsitzende des Verwaltungsrats beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk RBB. Sein dortiges Amt ruht allerdings. Wolf und der inzwischen zurückgetreten RBB-Intendantin Schlesinger werden unter anderem fragwürdige Deals bei der Vergabe von Berateraufträgen vorgeworfen. Von der Messe Berlin erhielt Schlesingers Ehemann zudem Aufträge.


Moskau: Munitionsdepot auf der Krim explodiert

Auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim ist lokalen und Moskauer Angaben zufolge ein Munitionsdepot explodiert. Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, fand die Explosion auf einem Luftwaffenstützpunkt statt. Es gebe keine Opfer. Videos in den sozialen Netzwerken zeigen Explosionen und große Rauchwolken. Krim-Chef Aksjonow teilte mit, dass um den Stützpunkt ein Bereich im Radius von fünf Kilometern abgesperrt wurde. Zur Ursache der Explosion sagte er nichts. Russland hatte die Krim 2014 annektiert.


Kanzler Scholz bekräftigt Forderung nach Equal Pay im Fußball

Bundeskanzler Scholz hat seine Forderung nach gleicher Bezahlung für Männer und Frauen in den Fußball-Nationalteams bekräftigt. Bei einem Besuch bei der Führungsspitze des Deutschen Fußballbunds in Frankfurt am Main sagte Scholz, es gehe um die Frage, wie man mehr Mädchen für Fußball begeistern könne. Dabei spielten auch die Prämien eine Rolle. DFB-Präsident Neuendorf erklärte, er sei bereit, darüber mit den Gremien zu diskutieren. - Die DFB-Frauen erhielten für ihren zweiten Platz nach der 1:2-Niederlage im EM-Endspiel gegen England jeweils 30.000 Euro. Für den Titel hätte es 60.000 Euro gegeben. Die Männer hätten bei einem EM-Triumph 2021 jeweils 400.000 Euro erhalten.


Hubschrauber sollen Sprengplatz mit Wasser kühlen

Die Feuerwehr will den Sprengplatz im Berliner Grunewald mit Wasser aus der Luft kühlen und die letzten Glutstellen löschen. Wie ein Sprecher sagte, kommen dabei zwei Hubschrauber der Bundespolizei zum Einsatz. Sie könnten Wasser aus der nahe gelegenen Havel holen und über dem Sprenggelände abwerfen. Wenn der Einsatz erfolgreich sei, könne die Autobahn Avus morgen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Auf dem Sprengplatz brennt es seit Tagen. Dort lagern alte Granaten und Munition. Auch in der vergangenen Nacht wurden kleinere Brände gesichtet und kleinere Explosionen gehört.

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