MDR AKTUELL - Meldungen um 12:30 Uhr


Steuerzahlerbund kritisiert Milliarden-Verschwendung

Der Bund der Steuerzahler hat erneut die Verschwendung öffentlicher Gelder in Milliardenhöhe angeprangert. In dem neuen "Schwarzbuch" werden 100 Beispiele aufgelistet. Aus Sachsen-Anhalt sind vier Fälle enthalten. Dazu gehört eine Hamster-Zuchtanlage für rund 830.000 Euro. In Thüringen wird der Bau eines Spielplatz kritisiert. Wegen eines Planungsfehlers vervierfachten sich die Kosten auf gut eine Million Euro. Aus Sachsen wurden drei Fälle aufgelistet. Dazu gehören die Ostergrüße des Ministerpräsidenten an die Bürger des Freistaats. Die Briefe an alle Haushalte kosteten den Steuerzahler 426.000 Euro. Auf Bundesebene wurden die hohen Entschädigungszahlungen für Energiekonzerne nach dem Kohleausstieg angeprangert.


Scholz fordert schnelle, einheitliche Schritte gegen Corona-Welle

Vizekanzler Scholz hat schnelle zusätzliche Maßnahmen gegen die steigende Zahl an Corona-Infektionen gefordert. Scholz sagte, der Anstieg in den vergangenen Tagen sei sehr besorgniserregnd. Jetzt seien schnelle und entschlossene Schritte nötig, um diese neue Infektionswelle zu brechen. Die zusätzlichen Maßnahmen sollten deutschlandweit möglichst einheitlich getroffen werden und allgemein verständlich sein. In diesen Wochen entscheide sich, ob Deutschland weiter vergleichsweise gut durch die Pandemie komme. Man habe es selbst in der Hand.


Keine belegten Infektionen durch angebliche Superspreaderin

In Bayern gibt es keine belegten Infektionen mit dem Coronavirus durch eine angebliche sogenannte Superspreaderin . Ein Sprecher des Landratsamts in Garmisch-Partenkirchen sagte, dass keine Kontaktpersonen ermittelt werden konnten, die durch die positiv getestete Frau infiziert worden seien. Die 26-Jährige hatte Mitte September eine Kneipentour unternommen, obwohl sie Krankheitssymptome hatte und unter Quarantäne stand. Später erhielt sie ein positives Testergebnis. Bayerns Innenminister Herrmann nannte das Verhalten damals besonders rücksichtslos. - Nach dem Bekanntwerden des Falls wurde ein Corona-Massentest durchgeführt. Bei mehr als 1.000 Tests konnten aber nur vier Infizierte festgestellt werden. Ein direkter Zusammenhang zu der Frau ergab sich laut Landratsamt nicht.


Tote und Verletzte bei Explosion in Koranschule in Pakistan

Im Nordwesten Pakistans sind bei einer Bombenexplosion in einer Koranschule nach neuesten Angaben mindestens acht Kinder getötet worden. Den Behörden zufolge wurden mehr als 110 weitere verletzt. Ein Polizist sagte, dass in der Schule in Peschawar rund sechs Kilogramm Sprengstoff platziert worden seien. In den Krankenhäusern der Stadt wurde der Notstand ausgerufen. Fernsehbilder zeigten ein Trümmerfeld im Inneren der Koranschule. Premierminister Khan verurteilte die Tat als feigen, barbarischen Angriff. Er versprach, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.


Anklage nach Angriff auf Polizisten in Dresden

Nach einer Attacke auf zwei Polizisten im Februar in Dresden hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Iraker erhoben. Wie die Behörde mitteilte, wird den anerkannten Flüchtlingen gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, einem der Männer zudem noch versuchter Totschlag. Ob die Anklage zugelassen wird, entscheidet die Jugendkammer des Landgerichts Dresden. - Die beiden Polizisten aus Berlin hatten sich nach einem Einsatz noch privat in der Stadt aufgehalten. Nach einem Streit unter vier Männern wollten sie die beiden Iraker davon abhalten, mit dem Auto auf ein Veranstaltungsgelände zu fahren. Dabei kam es zu dem Angriff.

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