MDR AKTUELL - Meldungen um 22:30 Uhr


Noch immer keine Entscheidung im CDU-Vorstand zur K-Frage

Im CDU-Bundesvorstand ist noch immer keine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur gefallen. Seit Stunden diskutieren die Mitglieder bei einer Videokonferenz, ob die Union von CDU-Chef Laschet oder vom CSU-Vorsitzenden Söder in den Bundestags-Wahlkampf geführt werden soll. Medienberichten zufolge verläuft die Debatte äußerst kontrovers. Es gebe Dutzende Wortmeldungen, in der Mehrheit für Laschet. Viele Vorstandsmitglieder hätten sich jedoch auch für Söder ausgesprochen, so der sachsen-anhaltische Landeschef Haseloff und sein Thüringer Kollege Hirte. Laschet drängte den Angaben zufolge auf eine Abstimmung noch am Abend, um zu einer Entscheidung zu kommen.


UNO: 2021 entscheidend im Kampf gegen Klimawandel

Das Jahr 2021 ist nach Ansicht von UN-Experten entscheidend, um katastrophale Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen. Das teilte die Weltorganisation für Meteorologie bei der Vorstellung ihres Jahresberichts für 2020 in Genf mit. Das Jahr 2020 sei eines der heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre sei trotz des corona-bedingten wirtschaftlichen Stillstands gestiegen. UN-Generalsekretär Guterres sagte, jetzt müssten sich alle Staaten zu Klimaneutralität bis 2050 verpflichten. Die Zeit für die Erfüllung der Ziele des Pariser Klimaabkommens laufe aus.


Borrell nennt falsche Zahlen zu russischem Aufmarsch

Der EU-Außenbeauftragte Borrell hat falsche Angaben zum russischen Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze gemacht. Der Spanier hatte nach einer Videokonferenz der EU-Außenminister behauptet, Russland habe mehr als 150.000 Soldaten zusammengezogen. Diplomaten widersprachen dem anschließend. Eine solche Zahl sei bei den Beratungen überhaupt nicht genannt worden. Eine Sprecherin Borrells räumte am Abend ein, die Aussage sei ein Fehler gewesen. Richtig sei es, von mehr als 100.000 russischen Soldaten zu sprechen. Der Außenbeauftragte selbst äußerte sich zu dem Vorgang nicht.


Schmid fordert geschlossene EU-Reaktion im Fall Nawalny

Der SPD-Außenpolitiker Schmid hat Russland im Fall Nawalny vorgeworfen, gegen die Europäische Menschenrechtskonvention zu verstoßen. Schmid sagte MDR AKTUELL, Nawalnys Haftbedingungen hätten Foltercharakter angenommen. Der Regime-Gegner habe im Gefängnis keine Nachtruhe bekommen. Dadurch kollabiere ein menschlicher Organismus innerhalb kurzer Zeit. Sollte Nawalny sterben, liege die Verantwortung dafür bei der russischen Staatsführung. Schmid forderte die EU-Staaten auf, geschlossen auf eine angemessene ärztliche Behandlung zu drängen. Nach Angaben seines Anwalts wurde Nawalny heute ins Gefängnis-Krankenhaus verlegt. Er befindet sich seit Ende März im Hungerstreik.


NASA plant weitere Testflüge von Mars-Hubschrauber

Nach dem erfolgreichen Jungfernflug des ersten Mars-Hubschraubers hat die NASA weitere Einsätze angekündigt. Auf einer Pressekonferenz erklärte die US-Raumfahrtbehörde, in den kommenden Wochen seien bis zu vier weitere Testflüge geplant. Dabei wolle man den Schwierigkeitsgrad steigern und die Mini-Drohne an ihre Grenzen bringen. Der nicht einmal zwei Kilo schwere Drehflügler war heute früh erstmals von der Oberfläche des Mars aufgestiegen. In etwa drei Metern Höhe schwebte er auf der Stelle, ehe er wieder auf dem Boden aufsetzte.

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