MDR AKTUELL - Das Wichtigste aus der Nacht


Verletzte Polizisten bei Einsatz wegen linker Demo in Leipzig

Bei dem Polizeieinsatz wegen einer linken Demonstration in Leipzig sind mindestens sieben Beamte leicht verletzt worden. Das teilte die Polizei am Abend mit. Die Demonstration habe in der Innenstadt begonnen. Auf dem Weg zum Connewitzer Kreuz hätten sich Teilnehmer vermummt, Pyrotechnik gezündet und die Polizeidirektion mit Gegenständen beworden. Es seien auch Banken, Fahrzeuge und Beamte beworfen worden. Nach dem offiziellen Ende der Versammlung haben laut Polizei am Connewitzer Kreuz Barrikaden gebrannt. Es seien Wasserwerfer eingesetzt worden. Wie die Nachrichtenagentur dpa schreibt, trug ein schwarzer Block ein Transparent mit einer Drohung gegen den Chef des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums. Die Demonstranten forderten die sofortige Freilassung der Studentin Lina E. Sie soll an brutalen Angriffen auf Menschen aus der rechten Szene beteiligt gewesen sein.


US-Regierung kündigt verstärkte Abschiebeflüge an

Die US-Regierung hat eine Verstärkung ihrer Abschiebeflüge angekündigt. Wie das Heimatschutzministerium mitteilte, soll die Zahl der Flüge nach Haiti und in andere Länder der Region in den nächsten 72 Stunden ausgeweitet werden. Zudem habe der Grenzschutz 400 zusätzliche Beamte abgestellt, um an der Grenze zu Mexiko für Ordnung zu sorgen. Zuvor hatten Bilder für Aufsehen gesorgt, die tausende Migranten unter einer Brücke in der Grenzstadt Del Rio in Texas zeigen. Die meisten der Menschen kommen aus Haiti und waren von Mexiko aus in die USA gelangt.


Gedenken an Sowjetisches Speziallager in Buchenwald

In der KZ Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar haben rund 70 Menschen an das sowjetische Internierungslager erinnert. An der Gedenkveranstaltung und dem Ökumenischen Gottesdienst nahmen auch Überlebende teil. Wie der Leiter der Gedenkstätte, Wagner, sagte, soll mit solchen Veranstaltungen auch haltlosen Diktatur-Vergleichen von sogenannten Querdenkern begegnet werden. Das Speziallager wurde 1945 durch die sowjetische Besatzungsmacht errichtet. Dort wurden unter anderem lokale Funktionsträger der NSDAP und Jugendliche interniert. Über 7.000 Insassen starben an den Folgen von Hunger und Krankheiten. Kurz nach der Gründung der DDR wurde das Lager 1950 aufgelöst.


Holzbaupreis Sachsen geht nach Dresden

In Dresden sind zwei Neubauten mit dem sächsischen Holzbaupreis ausgezeichnet worden. Mit dem Preis würdigt der Landesinnungsverband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes Beispiele für nachhaltiges Bauen mit Holz. In diesem Jahr wurden zwei erste Preise vergeben - für ein Lehrgebäude des Sachsenforst sowie für den Erweiterungsbau des Vitzthum Gymnasiums in Dresden. Sachsens Staatsminister für Regionalentwickung, Schmidt, kündigte an, die rechtlichen Vorgaben für das Bauen mit Holz zu lockern. Über eine entsprechende Änderung der Sächsischen Bauordnung werde der Landtag in wenigen Wochen entscheiden.


Saale-Unstrut-Weinkönigin nicht im Finale um deutsche Krone

Die Weinkönigin der Region Saale-Unstrut, Annemarie Triebe, hat es nicht in die Endrunde um den Titel der Deutschen Weinkönigin geschafft. Die 25-Jährige schied in der Vorrunde im pfälzischen Neustadt mit vier weiteren Kandidatinnen aus. Die Zeitzerin war die einzige Teilnehmerin aus einem ostdeutschen Weinanbaugebiet. Die restlichen sieben Frauen haben sich damit für das Finale kommenden Freitag qualifiziert. Sachsen nimmt dieses Jahr nicht am Wettbewerb teil. Die Weinkönigin hatte ihre Amtszeit verlängert.

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