MDR AKTUELL - Meldungen um 3:00 Uhr


US-Marine schießt iranische Drohne ab - Iran widerspricht

Die US-Marine hat über der Straße von Hormus eine angebliche iranische Drohne abgeschossen. Präsident Trump erklärte, die Drohne sei einem Schiff sehr nahe gekommen. Anrufe, sich zurückzuziehen, seien ignoriert worden. Das Marine-Schiff habe die Drohne sofort zerstört. Laut dem US-Verteidigungsministerium ereignete sich der Vorfall in internationalen Gewässern. Das Militär wollte keine Angaben machen, wie die Drohne zerstört worden sei und ob der Flugkörper bewaffnet gewesen sei. - Der Iran widersprach umgehend. Außenminister Sarif sagte am UN-Sitz in New York, man habe keine Informationen über den Verlust einer Drohne.


Klimaminister halten am Zeitplan fest

Das sogenannte Klimakabinett ist am späten Abend in Berlin ergebnislos auseinandergegangen. Nach mehrstündigen Beratungen sagte Umweltministerin Schulze, die Runde habe intensiv über einen CO2-Preis diskutiert. Es bleibe dabei, am 20. September solle das komplette Paket zum Klimaschutz verabschiedet werden. Im Kern geht es darum, ob Tanken und Heizen mit Öl und Gas teurer wird. Im Gegenzug sollen die Bürger für klimafreundliches Verhalten Geld zurückbekommen. Zudem könnte das Fliegen verteuert werden. Das erwartete Klimaschutzgesetz soll sicherstellen, dass die deutschen Klimaziele für 2030 erreicht werden.


Von der Leyen für Reform des Dublin-Verfahrens

Die künftige EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen will das sogenannte Dublin-Verfahren zum Umgang mit Asylbewerbern ändern. Von der Leyen sagte der "Bild"-Zeitung, es gehe um mehr Fairness und Lastenverteilung. Staaten, die aufgrund ihrer geografischen Position dem größten Druck ausgesetzt seien, müsse geholfen werden. Zudem müsse das Thema Migration ent-emotionalisiert werden. - Das Dublin-Verfahren sieht vor, dass Asylbewerber in dem Land zu registrieren sind, in dem sie die Europäische Union betreten. Von der Leyen tritt die Juncker-Nachfolge am 1. November an.


Bericht: Polizei in Sachsen-Anhalt leiht Abhörtechnik

Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist einem Bericht zufolge auf Abhör-Technik aus anderen Bundesländern angewiesen. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" schreibt, leiht die Landespolizei diese Geräte aus, um gegen die Organisierte Kriminalität zu ermitteln. Dabei werde in Kauf genommen, dass sich Einsätze auch verzögerten. Dem Bericht zufolge gab es solche Leih-Aktionen zwischen 2014 und 2018 in 59 Fällen. Das Innenministerium habe dies einem AfD-Abgeordneten auf Anfrage mitgeteilt. Auch künftig sollten diese Geräte nicht selbst angeschafft werden. - Mit ihnen können Mobiltelefone geortet und Anrufe aufgenommen werden.


A4 bei Eisenach nach Unfall gesperrt

In Thüringen ist die Autobahn 4 bei Eisenach in Richtung Erfurt gesperrt. Nach Angaben der Polizei stehen zwischen den Anschlüssen Eisenach West und Ost nach einem Auffahrunfall zwei Kleintransporter quer. Durch die Wucht des Aufpralls sei eines der Fahrzeuge gegen die Betonschutzwand in der Mitte der Fahrbahn geschleudert. Teile der Ladung auf einem Autohänger lägen weit verteilt auf der Straße. Zudem liefen Flüssigkeiten aus. Die beiden Fahrer sollen unverletzt geblieben sein. Wegen der Aufräumarbeiten bleibt die A4 Richtung Erfurt bis auf Weiteres gesperrt.

Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2019, 03:13 Uhr