MDR AKTUELL - Meldungen um 18:30 Uhr


Ministerium: Spanien bis auf Kanaren Risikogebiet

Die Bundesregierung wird das gesamte spanisches Festland sowie die Balearen als Corona-Risikogebiet einstufen. Das hat das Bundesgesundheitsministerium bestätigt. Ausgenommen bleiben demnach die Kanarischen Inseln. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in Quarantäne begeben. - Österreich erließ unterdessen eine Reisewarnung für Kroatien. Sie gilt ab Montag. Österreicher sollen Kroatien bis dahin verlassen oder müssen später in Quarantäne. Deutsche Urlauber aus Kroatien müssen Österreich dann ohne Zwischenstopp durchqueren.


Proteste in Belarus gehen unvermindert weiter

Auch fünf Tage nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Belarus ist kein Ende der Proteste in Sicht. Aus Unmut über Amtsinhaber Lukaschenko wurde heute in zahlreichen Staatsbetrieben gestreikt. In vielen Städten bildeten sich wieder Menschenketten, um gegen Wahlfälschung zu demonstrieren. Die Oppositionspolitikerin Tichanowskaja meldete sich aus ihrem Exil in Litauen und rief zu weiteren friedlichen Protesten auf. Der selbst erklärte Wahlsieger Lukaschenko gerät auch international zunehmend unter Druck. Nach EU-Forderungen ließ er inzwischen rund 2.000 Gefangene frei. Viele der Regimegegner berichteten von schwersten Misshandlungen während der Haftzeit.


EU berät über Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer

Die EU-Außenminister beraten zurzeit über den Erdgas-Konflikt im östlichen Mittelmeer. Zur Debatte stehen diplomatische Initiativen, aber auch verschärfte Sanktionen gegen die Türkei. Der Regierung in Ankara wird vorgeworfen, illegal nach Erdgas zu bohren, denn betroffen ist ein Seegebiet, das auch Griechenland und Zypern für sich beanspruchen. Zuletzt hatte sich der Konflikt noch einmal deutlich zugespitzt. Türkische und griechische Marineschiffe sind nun im Einsatz, auch Frankreich verstärkte seine Militärpräsenz in der Region.


Iran kritisiert Annäherung zwischen Israel und Emiraten

Der Iran hat die überraschende Annäherung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten scharf kritisiert. Das Außenministerium in Teheran erklärte, die Aufnahme diplomatischer Beziehungen sei eine strategische Dummheit. Sie werde letztendlich nur die anti-israelische Widerstandsfront stärken. Ähnlich ungehalten äußerte sich auch die Türkei. Die westliche Welt hatte die Annäherung dagegen als historisch bewertet. Die Friedrich-Naumann-Stiftung warnte allerdings davor, das Ganze überzubewerten. Nahost-Experte Kunze sagte MDR Aktuell, die Konflikte in der arabischen Welt hätten sich dadurch zementiert.


Nun offiziell: In Thüringen lebt wieder ein Wolfsrudel

Zum ersten Mal seit 150 Jahren gibt es in Thüringen wieder ein Wolfsrudel. Das hat die Auswertung von Fotos ergeben, die von einer Wildkamera bei Ohrdruf im Landkreis Gotha geschossen wurden. Demnach handelt es sich bei den schon vor kurzem entdeckten Welpen tatsächlich um den Nachwuchs eines dort lebenden Wolfpaares. Thüringens Umweltstaatssekretär Möller sprach von einem Erfolg für den Artenschutz. Zugleich betonte er, in Gedanken auch bei den Sorgen und Nöten der Weidetierhalter zu sein.

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