Eine Fahne mit dem Logo von von Borussia Dortmund
Bildrechte: dpa

SPUTNIK Tagesupdate BVB-Anschlag: Mutmaßlicher Täter in Haft

Eine Fahne mit dem Logo von von Borussia Dortmund
Bildrechte: dpa

Es ist ihm offenbar nur ums Geld gegangen: Sergej W., ein Elektroniker aus Tübingen, soll das Attentat auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund verübt haben. Sein Ziel: Gewinn an der Börse machen. Mehrere Spuren deuten auf den 28-Jährigen:

  • Er hatte sich mehrere Tage des Anschlags in das Mannschaftshotel des BVB eingemietet. Dort hatte er ein Zimmer, von dem aus er den späteren Tatort, die Straße beobachten konnte.
  • Aus dem Hotelzimmer heraus hat der Mann Papiere des BVB gekauft, die an der Börse gehandelt wurden - genannt Put-Out-Optionen. Er hat darauf spekuliert, dass nach dem Anschlag die Aktie des BVB an der Börse verliert. Für den Kauf der Papiere hat Sergej W. extra Kredite aufgenommen.
  • Dann hätte er mit den Papieren einen hohen Gewinn machen können. Wie hoch, darüber gibt es unterschiedliche Angaben. Medien sprechen von einer mindenstens sechsstelligen Summe. Diese Papiere werden aber Börsen-Experten zufolge selten gehandelt. Die ungewöhnliche Transaktion ist der ARD-Börsenredaktion schon am Tag nach dem Anschlag aufgefallen.

Das sagt die Generalbundesanwaltschaft:

Der Beschuldigte steht in dem Verdacht, am 11. April 2017 den Anschlag auf den Mannschaftsbus des Fußballvereins Borussia Dortmund verübt zu haben. Ihm wird daher versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt.

Das angeblich islamistische Bekennerschreiben am Tatort war offenbar ein absichtlich falsch gelegte Fährte.