Falco - Sterben um zu leben
Bildrechte: Sony Music

SPUTNIK Album der Woche Falco bekommt ein Update

Er gilt als der erste weiße Rapper: Der Wiener Falco. 1998 starb er bei einem Autounfall. 20 Jahre später hat sich die deutsche Rap-Elite zusammengetan, um die größten Hits von Falco nochmal neu zu interpretieren.

von Julia Bader

Falco - Sterben um zu leben
Bildrechte: Sony Music

Schon 20 Jahre ist der Tod von Hans Hölzel alias Falco jetzt her. Er erreichte als Erster mit einer deutschsprachigen Nummer Platz 1 in Amerika.

Aber vor allem war Falco ein Literat und Poet. Falcos Texte waren sehr bildhaft. Sie haben eine seichte Popmusik vorgespielt, die aber alles andere als seicht war. Er hat mit seiner selbstverständlichen Dekadenz und der provokanten Arroganz tiefe Spuren hinterlassen.

Auch in der heutigen Rap-Szene. Künstler wie Sido und Ali As feiern ihn:

Bei ihm hatte man das Gefühl, der ist nicht nur 'ne Kunstfigur, sondern der ist auch wirklich so, wie er sich in den Interviews gibt. Ein exzentrischer Musiker, der in seinem Wahn aber irgendwie 'ne komplett klare strukturierte Vision hat, wie er's umsetzt.

Ali As

Auf dem Album „Falco – Sterben um zu leben“ haben sich deshalb eine Menge Kollegen wie Kontra K, Zugezogen Maskulin und Celo und Abdi seine Songs vorgeknöpft, um ihnen einen neuen Anstrich zu geben.

Sie zeigen, wie aktuell die Musik vom Vater des Deutschraps Falco auch 20 Jahre nach seinem Tod immer noch ist. Sido gibt Falcos „Der Kommissar“ zum Beispiel ein Trap-Update und Kontra K bringt seinen Song "Zuviel Hitze" in die Jetzt-Zeit.

Natürlich benutzt jeder der Songs auf der Platte Samples aus den Original-Falco-Tracks. Falcos Songs wurden teilweise umgetextet – aber nicht, weil die ursprünglichen Zeilen altbacken oder zu bieder gewesen wären.

Nein, am Ende ging es bei dem Album eben vor allem darum, einen der bedeutendsten Künstler der Szene zu ehren, auch in den Texten zu erzählen, was er drauf hatte, was für ein Mensch er war und was Falco bewirkt hat.

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Popkult | 04.06.18 | 21:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Juni 2018, 10:21 Uhr