SPUTNIK Black Beatz vom 11.09.2020: Nas

Es gab mal die goldene Regel im Falle Nas: mindestens aller zehn Jahre ein epochales Werk. Über sein erstes sind sich alle einig, gilt doch das 94er Debüt "Illmatic" als Hip-Hop-Standardwerk fast biblischen Ausmaßes. Er selbst würde wohl ebenfalls "God's Son" aus 2002 in diese Kategorie kippen, nicht wenige tun dies mit seinem nunmehr 13. Longplayer "King's Disease". Der Grund: wie kaum ein Zweiter seziert der Veteran aus New York die Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit in Zeiten von Corona und Black Lives Matter.  

Wir sind gezwungen, uns hinzusetzen und über Dinge nachzudenken, die wichtig sind, wie Menschlichkeit und Familie. Wir sehen jetzt, woraus wir gemacht sind."

Nas highsnobiety.com

Ultra Black

Schon die erste Single "Ultra Black" zeugt von Mr. Jones Integrität und Stellung in der schwarzen Community, aber auch von seiner Weitsicht über den Tellerrand von Hautfarbe und sozialen Grenzen hinweg. Neben dieser Boom Bap-Ode an die Vereinigung der gesamten Menschheit präsentiert QBs Finest weitere zwölf Tracks, vornehmlich aus der Beat-Schatulle von Hit-Boy und lässt bei "Full Circle" sogar die 90iger Supergroup The Firm aus Cormega, AZ und Foxy Brown wieder auferstehen.

Die junge Generation ist jetzt der Erzieher. Sie erzählen uns, wie es jetzt ist, denn es ist anders als das, wie ich aufgewachsen bin.

Nas highsnobiety.com

Macht und Verletzlichkeit

Unter diesem Credo spannt der alte Haudegen den Bogen von Altmeister Charlie Wilson und einer Huldigung an den legendären Mixtape-DJ Brucie B bis zu erlesenen Protagonisten der aktuellen Leitgeneration, wie Anderson.Paak, ASAP Ferg oder Big Sean. Er selbst lieferte sich als ein spittender Spiritus Rector in den 90igern gerade mit Jay-Z einige elementare Fights um die Krone in New York. Nun wird neben Macht und Einfluss auch die Verletzlichkeit und Schwäche eines Königs zum Thema. Mit "King's Disease" ist folglich nicht Rotznase und Husten gemeint. Der Black Beatz Act der Woche aber selbstredend.    

Black Beatz Hot Shots

Während im Amiland mit "Mood Swings" der nächste Hit des posthumen Hitparaden-Königs Pop Smoke gezündet wird, feiern wir hier schon mal einige Kostproben der Longplayer von Big Sean und der Newcomerin Mulatto ab. Prädikat „besonders knackig“ erhält aber die Quadro-L.-Hymne der Herren Dizzee Rascal und Chip: Love, Life, Live, Large.

SPUTNIK präsentiert die Deutschen Urban Charts!

SPUTNIK Black Beatz vom 11.09.2020 | Stunde 1
Titel Interpret
Girls In The Hood Megan Thee Stallion
Stuntin On You Tyla Yaweh feat. DaBaby
The Cure Nas
Ain't It Different Headie One feat. AJ Tracey & Stormzy
What's Poppin' RMX Jack Harlow feat. DaBaby, Tory Lanez & Lil Wayne
Savage Love Jawsh 685 feat. Jason Derulo
She Said Plan B
Car #85 Nas feat. Charlie Wilson
Entrepreneur Pharrell Williams feat. Jay-Z
All Me Pt. 2 Rebecca Garton & Ling Hussle & Alana Maria feat. Tia Carys
Shook Ones Part 2 Mobb Deep
All Bad Nas feat. Anderson .Paak
Airplay Mode Nines feat. nSG
Ibiza Tyga
Pana Tekno
Real Life Burna Boy feat. Stormzy
Royal Rumble Lil Tecca
Replace Me Nas feat. Big Sean & Don Toliver
Mood Swings Pop Smoke feat. Lil Tjay
SPUTNIK Black Beatz vom 11.09.2020 | Stunde 2
Titel Interpret
Thursting Internet Money feat. Swae Lee & Future
Pass It MK xyz feat. G Eazy
Ultra Black Nas
Laugh Now Cry Later Drake feat. Lil Durk
White Iverson Post Malone
Wap Cardi B feat. Megan Thee Stallion
Gah Damn High Juicy J feat. Wiz Khalifa
Blind DaBaby feat. Young Thug
Popstar DJ Khaled feat. Drake
Spicey Nas feat. ASAP Ferg & Fivio Foreign
Sugar Hill AZ
Deep Reverence Big Sean feat. Nipsey Hustle
Mama Amine
Whoa Lil Kim
Full Circle Nas feat. AZ, Cormega, The Firm & Foxy Brown
L.L.L.L. (Love Life Live Large) Dizzee Rascal feat. Chip
B1llionz M1llionz
Move Ya Hips ASAP Ferg feat. Nicki Minaj & MadeinTYO
Muwop Mulatto feat. Gucci Mane
Blue Benz Nas
Smile Juice WRLD feat. The Weeknd